Vertragsvorlagen für KI-Freelancer
"Können wir einfach per E-Mail loslegen?" - Diese Frage hören Freelancer oft. Die Antwort sollte lauten: Erst der Vertrag, dann die Arbeit.
Ein guter Vertrag schützt beide Seiten: Sie vor Zahlungsausfall und unklaren Anforderungen, den Kunden vor Missverständnissen. Bei KI-gestützter Arbeit gibt es zusätzliche Aspekte, die vertraglich geregelt werden sollten.
In diesem Guide finden Sie Mustervorlagen und Erklärungen zu allen wichtigen Vertragsklauseln.
※Dies ist keine Rechtsberatung. Lassen Sie wichtige Verträge von einem Anwalt prüfen.
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Welche Vertragsart für welche Situation?
Werkvertrag
Sie schulden ein konkretes Ergebnis (das "Werk"). Typisch für Projekte mit definiertem Lieferumfang.
Geeignet für:
- • Erstellung von 10 Blogartikeln
- • Entwicklung eines Automatisierungs-Workflows
- • Gestaltung eines Bildpakets
Dienstleistungsvertrag
Sie schulden Ihre Arbeitszeit und Mühe, nicht ein bestimmtes Ergebnis. Typisch für Beratung und laufende Betreuung.
Geeignet für:
- • KI-Beratung auf Stundenbasis
- • Monatliche Content-Betreuung
- • Laufende Social-Media-Unterstützung
NDA (Geheimhaltungsvertrag)
Schützt vertrauliche Informationen des Kunden. Oft Voraussetzung vor Projektbeginn.
Wichtig bei:
- • Zugang zu Unternehmensdaten
- • Unveröffentlichte Produktinformationen
- • Interne Strategien und Prozesse
Wichtige Vertragsklauseln für KI-Freelancer
1. Leistungsbeschreibung
Je genauer, desto besser. Definieren Sie exakt:
- • Was wird geliefert (Umfang, Format, Qualität)
- • Was ist nicht enthalten (Grenzen des Auftrags)
- • Anzahl der Korrekturschleifen
- • Zeitrahmen und Meilensteine
2. Vergütung und Zahlung
Regeln Sie klar:
- • Gesamtpreis oder Stundensatz
- • Anzahlung (empfohlen: 30-50% bei Projektstart)
- • Zahlungsziel (z.B. 14 Tage nach Rechnungsstellung)
- • Verzugszinsen bei verspäteter Zahlung
3. Nutzungsrechte und Urheberrecht
Besonders wichtig bei KI-generierten Inhalten:
- • Übertragung der Nutzungsrechte (exklusiv/nicht-exklusiv)
- • Räumliche und zeitliche Einschränkungen
- • Nennung als Urheber (ja/nein)
- • Regelung für KI-Tool-Nutzung
KI-Hinweis: Klären Sie, ob und wie die Nutzung von KI-Tools offengelegt werden muss. Manche Kunden erwarten 100% "menschliche" Arbeit.
4. Vertraulichkeit
Auch ohne separates NDA sollte Vertraulichkeit geregelt sein:
- • Was gilt als vertraulich
- • Dauer der Vertraulichkeitspflicht
- • Erlaubte Ausnahmen
- • Verbot, Daten in KI-Tools hochzuladen (wichtig!)
5. Haftung und Gewährleistung
Begrenzen Sie Ihr Risiko:
- • Haftungsbegrenzung auf Auftragswert
- • Ausschluss für indirekte Schäden
- • Gewährleistungsfrist (z.B. 30 Tage nach Abnahme)
- • Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
6. Kündigung und Stornierung
Regeln für den Abbruch:
- • Kündigungsfristen
- • Stornogebühren bei Abbruch durch Kunden
- • Abrechnung bereits geleisteter Arbeit
- • Wichtige Gründe für fristlose Kündigung
Muster: Werkvertrag für KI-Content-Erstellung
WERKVERTRAG
zwischen
[Ihr Name]
[Ihre Adresse]
- nachfolgend "Auftragnehmer" genannt -
und
[Kundenname / Firma]
[Kundenadresse]
- nachfolgend "Auftraggeber" genannt -
§ 1 Vertragsgegenstand
Der Auftragnehmer erstellt für den Auftraggeber:
[Detaillierte Beschreibung der Leistungen]
§ 2 Vergütung
Die Vergütung beträgt [Betrag] € zzgl. USt.
Zahlbar: 50% bei Auftragserteilung, 50% bei Abnahme.
Zahlungsziel: 14 Tage nach Rechnungsstellung.
§ 3 Leistungszeitraum
Liefertermin: [Datum]
Korrekturschleifen: maximal 2 im Preis enthalten.
§ 4 Nutzungsrechte
Mit vollständiger Bezahlung gehen die exklusiven, zeitlich und räumlich unbegrenzten Nutzungsrechte an den Auftraggeber über.
§ 5 KI-Tool-Nutzung
Der Auftragnehmer nutzt KI-Tools zur Unterstützung. Alle Inhalte werden geprüft und überarbeitet. Vertrauliche Daten werden nicht in KI-Systeme eingegeben.
§ 6 Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich zur Geheimhaltung vertraulicher Informationen über die Vertragsdauer hinaus.
§ 7 Haftung
Die Haftung ist auf die Auftragssumme begrenzt, außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
[Ort, Datum, Unterschriften]
Hinweis: Dieses Muster ist ein Ausgangspunkt. Passen Sie es an Ihre spezifische Situation an und lassen Sie wichtige Verträge von einem Anwalt prüfen.
Praktische Tipps für Vertragsverhandlungen
Nie ohne schriftlichen Vertrag arbeiten
Auch bei kleinen Aufträgen: Mindestens eine E-Mail-Bestätigung mit Leistung, Preis und Zeitrahmen. Das gilt als Vertragsgrundlage.
Anzahlung verlangen
30-50% Anzahlung bei Projektstart ist branchenüblich. Bei Neukunden: Lieber höher ansetzen. Kein seriöser Kunde lehnt das ab.
Scope Creep verhindern
Definieren Sie genau, was im Preis enthalten ist. Zusätzliche Anforderungen? Kein Problem - aber mit separatem Kostenvoranschlag.
Digitale Signatur nutzen
Tools wie DocuSign, HelloSign oder auch eine einfache PDF-Unterschrift sind rechtlich anerkannt und beschleunigen den Prozess.
AGB als Basis
Erstellen Sie eigene AGB für wiederkehrende Situationen. Das spart Zeit und stellt sicher, dass wichtige Punkte nicht vergessen werden.
Zusammenfassung
Wichtige Erkenntnisse
- • Werkvertrag für Projekte, Dienstleistungsvertrag für laufende Arbeit
- • Leistungsbeschreibung so detailliert wie möglich
- • Anzahlung (30-50%) bei Projektstart verlangen
- • KI-Nutzung und Datenschutz explizit regeln
- • Haftung auf Auftragswert begrenzen
- • Immer schriftlich, auch bei kleinen Aufträgen